Der Unterstützungsbedarf bei IT-Fragen ist in Berliner Kultureinrichtungen weiterhin hoch. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt erforschen und erproben wir in 2026 eine Maßnahme, die Abhilfe schaffen könnte: Die Einrichtung einer zentralen Servicestelle für IT-Aufgaben in der Kultur.
Die digitale Transformation stellt Kultureinrichtungen fortlaufend vor Herausforderungen – nicht zuletzt, weil Ressourcen und Fachkräfte fehlen. kulturBdigital treibt den Wissenstransfer zu Digitalthemen voran, bildet und betreut Fachnetzwerke und stellt Best-Practice-Beispiele und Leitfäden in einem Wissenspool zentral bereit.
Im Rahmen des kulturBdigital-HelpDesk schaffen wir zusätzlich individuelle Begleitungsangebote und mit dem kulturBdigital-Forum einen Raum für den direkten Austausch zwischen Kulturakteur:innen.
Mit unserer vernetzenden, bedarfsorientierten und iterativen Herangehensweise widmen wir uns nun auch der technischen Basis: Der IT-Versorgung in Berliner Kultureinrichtungen.
Themen, Phasen und Ziele des Projekts
Im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt untersuchen wir in 2026, wie ein zentrales, vernetzendes Angebot und gemeinsame Strukturen Kulturakteur:innen bei Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung ihrer digitalen Ausstattung unterstützen können.
Die Zielgruppe besteht zunächst aus einem klar definierten Kreis institutionell geförderter Akteur:innen, darunter Bühnen, Orchester, Tanz, Literatur, interdisziplinäre Einrichtungen sowie Gedenkstätten, Museen, die Zentral- und Landesbibliothek sowie das Landesarchiv. Im Fokus stehen kleine und mittelgroße Einrichtungen.
Aktuell befragen wir diese Akteur:innen zum Stand ihrer IT-Versorgung, zu Bedarfen an einen zentralen IT-Service sowie zur Zusammenarbeit bei IT-Themen. Mit einigen von ihnen möchten wir schon in 2026 gemeinsam zur Tat schreiten: Im Rahmen eines iterativen Testbetriebs, der Erkenntnisse für die weitere Konzeption des Angebots liefern soll.
Ab 2027 ist – je nach Ergebnis unserer Untersuchungen – ein Übergang vom Testbetrieb in ein funktionsfähiges Betriebsmodell angedacht.
Hier ein Ausschnitt der Fragen, denen wir uns im Jahresverlauf gemeinsam mit der Zielgruppe widmen werden:
– Welche IT-Servicebedarfe sind in den einzelnen Kultureinrichtungen vorrangig?
– Was sind für Kultureinrichtungen Gelingensbedingungen für die Zusammenarbeit mit externen IT-Expert:innen?
– Gibt es institutionsübergreifende Schwerpunktfelder, die sich im Cluster bearbeiten und bestenfalls strategisch miteinander verzahnen lassen?
– In welchem Verhältnis stehen IT-Betreuung, Bedarfe rund um die Strategieentwicklung und die generelle Befähigung der Mitarbeitenden zu Digitalthemen?
– Was bedeutet die zentrale Bereitstellung von IT-Fachkräften für den Kompetenzaufbau und die eigenständige digitale Entwicklung einzelner Institutionen?
– Welche rechtlichen Grundlagen oder Vereinbarungen sind für die Zusammenarbeit notwendig?
– Welche konkreten Lösungen rund um die Erfassung, Koordination und Dokumentation der Einsätze sind nötig, um Entscheidungen zu Digitalmaßnahmen transparent nachzuhalten und ein langfristiges Wissensmanagement zu ermöglichen?
Die Erkenntnisse aus dem Projekt stellen wir öffentlich zur Verfügung, damit möglichst viele Kulturakteur:innen von ihnen profitieren können.
Mehr zum Projekt erfahrt ihr im Jahresverlauf hier sowie auf unseren Social-Media-Kanälen.