Für die 8. kulturBdigital-Konferenz am 15. Oktober suchen wir ehrliche Reiseberichte aus digitalen Berg- und Talfahrten, Rezepte fürs Dranbleiben oder Wiederbeleben, künstlerische Stimmen aus dem halbdigitalen Off oder weitere Ideen, die zu unserem Motto „On/Off“ passen. Deadline: 30. Juni!
Digitale Entwicklung im Kulturbereich verläuft selten linear. Projekte entstehen, verändern sich oder brechen ab. Zuständigkeiten verschieben sich, Ressourcen versiegen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an digitale Sichtbarkeit, Zugänglichkeit und Innovation. Trotzdem entstehen überall neue Arbeitsweisen, Kooperationen und Lösungen.
Mit der kulturBdigital-Konferenz 2026 möchten wir Raum schaffen für ehrliche Einblicke, praktische Erfahrungen und gemeinsame Reflexionen darüber, wie Kultur im digitalen Raum langfristig handlungsfähig bleiben kann – auch wenn Rahmenbedingungen sich ständig verändern.
Wir suchen keine perfekten Erfolgsgeschichten, sondern Beiträge, die konkrete Erfahrungen teilen: Was funktioniert hat, was nicht – und was andere daraus lernen können.
Deadline: 30. Juni!
Ausgewählte Beiträge werden Teil der kulturBdigital-Konferenz am 15. Oktober 2026 in Berlin.
Unbedingt reinschauen:
Welche Beiträge wir suchen
Wir suchen Beiträge mit konkretem Praxisbezug: Erfahrungen, Projekte, Prozesse, Fragestellungen oder künstlerische Perspektiven, die anderen Kulturakteur:innen neue Einblicke oder Denkanstöße geben können.
Jetzt bewerben!
Besonders interessieren uns Beiträge, die:
– praktische Herausforderungen sichtbar machen.
– neue Weisen der Zusammenarbeit beleuchten.
– einen produktiven Umgang mit begrenzten Ressourcen darstellen.
– strukturelle oder organisatorische Fragen berühren.
– ehrliche Learnings aus laufenden oder gescheiterten Prozessen mitbringen.
Unsere Themenfelder
Die Themenfelder geben einen Einblick in die Fragen, die uns aktuell beschäftigen. Lass dich nicht abschrecken, falls deine Idee zu keinem von ihnen exakt zu passen scheint, eine thematische Nähe ist ausreichend. Traditionell bewegen sich viele Konferenzbeiträge zwischen mehreren Bereichen.
Digitale Strukturen & Zusammenarbeit
Was braucht es, damit sich digitales Arbeiten im Kulturbereich langfristig verankert?
Unterthemen:
– digitale Prozesse in Kulturinstitutionen
– Rezepte digitaler Erfolgsgeschichten und positive Überraschungen jeder Art
– Zusammenarbeit in Teams oder Organisationen
– Sharing-Konzepte und Services, die vielen zu Gute kommen
– Pragmatische Umgangsweisen mit der wechselhaften Verfügbarkeit digitaler Ausstattung und knappen Ressourcen für Wartung und Weiterentwicklung
– nachhaltige digitale Strukturen
– abgebrochene oder gescheiterte Projekte
Verantwortung, Prioritäten & Entscheidungen
Wie gehen Organisationen mit digitalem Wandel um?
Unterthemen:
– Prioritätensetzung bei knappen Ressourcen
– digitale Strategien und Entscheidungsprozesse
– Verantwortung für digitale Themen
– Kompetenzentwicklung in den Häusern
– Institutionelle Veränderungen
– Förderlogiken und langfristige Planung
Praxis, Tools & konkrete Anwendungsfälle
Welche digitalen Arbeitsweisen, Tools oder KI-Anwendungen funktionieren im Alltag wirklich?
Unterthemen:
– KI im Arbeitsalltag
– Bedarfs- und Compliance-gerechte Umsetzung von Digitalprojekten
– digitale Vermittlung
– Workflows und Automatisierung
– praktische Tools und kleine Lösungen
– Learnings aus konkreten Anwendungsfällen
– kollaborative Arbeitsweisen
Sichtbarkeit, Zugang & gesellschaftliche Rolle
Wie bleibt Kultur sichtbar, relevant und zugänglich?
Unterthemen:
– digitale Sichtbarkeit und Reichweite (in Zeiten von AI-Slop)
– Social Media und Community Building
– neue Vermittlungsformate
– digitale Barrierefreiheit
– unterschiedliche Zielgruppen erreichen
– alternative Plattformen und digitale Souveränität
– Kultur als gesellschaftliches Korrektiv im digitalen Raum
Freie Szene & künstlerische Perspektiven
Welche neuen Formen digitaler Praxis entstehen außerhalb klassischer Institutionen? Wie bekommen freie Künstler:innen Anschluss an zeitgemäße digitale Infrastrukturen?
Unterthemen:
– künstlerisches Arbeiten mit KI und weiteren digitalen Technologien
– experimentelle Formate
– digitale Zusammenarbeit in Kollektiven
– hybride oder neue Produktionsformen
– kritische Perspektiven auf Technologie
Formate
Das Konferenzprogramm umfasst Beiträge auf der Bühne sowie in Workshop- und Interaktionsformaten.
Kurzvortrag
Vortrag oder Präsentation zu einem bestimmten Thema
1–2 Sprecher:innen · ca. 30 Min inkl. optionalem Q&A
Paneldiskussion
Moderiertes Gespräch mit unterschiedlichen Perspektiven
2–3 Sprecher:innen + Moderation · max. 45 Min inkl. Q&A
Workshop
Interaktive Formate mit praktischen Ansätzen
1–2 Leitende · ca. 60 Min
Interaktive Formate
z. B. Ask Me Anything, Fishbowl oder Gesprächsformate
Künstlerische Beiträge
Performances, Installationen oder experimentelle Formate
Du hast eine eigene Formatidee? Sehr gern – wir freuen uns über Vorschläge, die neue Wege des Austauschs eröffnen.
Wie kannst du dich beteiligen?
Reiche deinen Vorschlag über unser Formular ein.
Bewerbungsfrist: 30. Juni 2026
Für angenommene Beiträge aus der Freien Szene zahlen wir ein Honorar von 420 EUR zzgl. MwSt. (abhängig vom Format des eingereichten Beitrags).
Die Rückmeldung erfolgt bis spätestens 15. August 2026.
Q&A
Wer kann sich bewerben?
Der Call richtet sich an:
– Kulturinstitutionen und Organisationen, die digitale Prozesse, Strategien oder Infrastruktur weiterentwickeln oder reflektieren möchten
– Künstler:innen und kreative Praktiker:innen der freien Szene, Initiativen und Kollektive, die sich mit Technologie, KI oder digitalen Öffentlichkeiten auseinandersetzen
– Digitale Praktiker:innen, Vermittler:innen, Entwickler:innen und Creative Technologists mit anwendungsnahen Perspektiven
– Akteur:innen aus Forschung, Verwaltung, Förderung oder Civic Tech, die an nachhaltigen digitalen Strukturen für den Kulturbereich arbeiten
Kurz: alle, die Erfahrungen teilen, voneinander lernen und gemeinsam neue Ansätze für digitale Kulturarbeit entwickeln möchten.
Muss mein Beitrag perfekt ausgearbeitet sein?
Nein. Wenn du nicht weißt, in welches Format deine Idee passt oder Fragen zur konkreten Ausgestaltung hast, helfen wir dir gerne. Uns interessieren außerdem keine perfekten Projekte oder fertigen Lösungen. Auch Prozesse, offene Fragen, Zweifel oder Learnings aus schwierigen Erfahrungen können wertvolle Beiträge sein.
Kann ich mehrere Themen verbinden?
Ja. Viele Beiträge bewegen sich zwischen mehreren Themenfeldern. Die Kategorien dienen nur zur Orientierung.
Kann ich mich auch ohne Institution bewerben?
Ja. Wir freuen uns ausdrücklich über Beiträge aus der Freien Szene, von Einzelpersonen, Kollektiven oder informellen Projekten.
Ich bin unsicher, ob mein Thema passt. Was soll ich tun?
Reich es trotzdem ein 🙂. Wenn dein Beitrag etwas mit digitaler Kulturpraxis, Zusammenarbeit, Sichtbarkeit, KI, Infrastruktur oder neuen Arbeitsweisen zu tun hat, passt er wahrscheinlich gut zur Konferenz.
Was für Beiträge und Themen kann ich einreichen? Ich brauche Inspiration!
Alles klar! Hier kommt eine lose Sammlung an Themen und Fragestellungen fürs Brainstorming:
– Ehrliche Erfahrungsberichte aus digitalen Berg- und Talfahrten
– Welche organisatorische Veränderung hat wirklich etwas bewirkt?
– künstlerische Positionen zu den Wellenbewegungen der Digitalisierung, AI-Slop oder weiteren Themen mit Bezug zum Konferenzmotto
– Perspektiven zum Zugang freier Organisationsstrukturen zu zeitgemäßer Technik
– Alltagserfahrungen zu KI und Automatisierung
– Plädoyers für das Digitale in der Kultur und die Unverzichtbarkeit digitaler Präsenz
– Stimmen aus dem Off: Was habt ihr wieder abgeschaltet, welcher Plattform Adieu gesagt – und warum?
– Rezepte für sichtbaren und relevanten Content in Zeiten von KI
– Strategien zum Dranbleiben oder Wiederbeleben digitaler Vorhaben
– Kritische Auseinandersetzungen mit Tech-Solutionism und unpassenden digitalen Lösungen
– Was funktioniert gut digital, an welcher Stelle habt ihr aufs falsche Pferd gesetzt?
– Wie erschließt man neue Zielgruppen?
– Erfahrungsberichte aus Digitalisierungsprozessen
– Organisatorische Veränderungen, die wirklich etwas bewegt haben
– Shared Services und kooperative Modelle
– Umgang mit knappen Ressourcen
– Beispiele für nachhaltige digitale Strukturen
– Learnings aus gescheiterten oder unterbrochenen Projekten
– KI-Einsatz unter Zeit- oder Kostendruck
– Künstlerische Auseinandersetzungen mit KI
– Einstiegserfahrungen zum KI-Einsatz aus freier Szene oder Institution
– Strategien für digitale Sichtbarkeit
– Niedrigschwellige digitale Lösungen für kleine Projekte
– Digitale Barrierefreiheit & Inklusion
– Neue Formen digitaler Vermittlung
– Kultur als gesellschaftliches Korrektiv im digitalen Raum
– Digitale Praktiken aus der freien Szene
– Innovative Social-Media- und Outreach-Strategien
– Institutionelle Reflexionsprozesse zum KI-Einsatz oder zu KI-Richtlinien